Kanarische Folklore: Music und Tanz

So wie mi Wörterbuch definiert, bezieht sich der Begriff Folklore auf Glaube, Sitten und Gebräuche eines Volkes oder der Kultur, einschließlich dem Tanz, der Musik, Legenden, Geschichten und dem Handwerk usw.

In Bezug auf die kanarische Volksmusik, ohne dies zu vertiefen,  kann man sagen, dass es sich um einer Art  Percussion-Musik handelt mit portugiesischen, französischen, genueser, deutschen, britischen, flamenkischen und karibischen  Einflüssen hat. Vor allem der spanische Einfluss erkennt man an den Noten, Rhythmen und dem Namen (seguidillas, Malaga, ..). Das Ergebnis ist eine reiche Auswahl an Liedern, von den traurigen Malagueñas bis hin zu den fröhlichen isas, quer durch die polkas, folías, berlinas und marzurcas; alle mit dem besonderen und einzigartigen Charakter der kanarischen Insel.  Jede Insel hat auch seine eigene Varianten des Liedgutes, da es auch Unterschiede in den Personen gibt, wird jede Insel so charakterisiert (der „vivo“ auf El Hierro, der „tanganillo“ auf Teneriffa und der „sirinoque“ auf La Palma.)

Jedes dieser Lieder hat seinen rechtmäßigen Tanz. Laut den Chroniken, gab es ursprünglich drei Arten von Tänzen: Wettbewerb (um die Fähigkeiten zu präsentieren), Rituale (Gebete für Regen) und festliche – alle mit sehr interessanten Konnotationen. Letzterer wird in zwei gegenüberliegenden Reihen getanzt, bei dem sich die Tänzer einander nähern und entfernen, was in der Fachsprache „Tanz der formalen und Ablehnung” genannt wird. Dieser Tanz, „canario“, wurde in Spanien und später in ganz Europa übernommen. Der „sirinoque“ von La Palma enthält wichtige Teile diese Tanzes.

Die typischen Gewänder unterstützen den Gesang und Tanz. Jede Insel hat ein typisches Kleid für Männer und Frauer, die die verschiedenen sozialen Schichten wiederspiegeln. Interessanterweise zeigen sie eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit den Kostümen der portugiesischen Inseln Madeira und den Azoren.

Wenn man von der Musik und dem Tanz spricht kommt man nicht umhin die typischen Begleitinstrumente, Gitarre, Mandoline, Glocken, Schlagzeug, Tamburine, Chácaras und Timples zu erwähnen. Von diesen ist das repräsentativste die Timple, die anscheinend von der Barockgitarre abgeleitet wurde. Sie ist eine kleine Gitarre von etwa 40 cm, mit vier oder fünf Saiten und einem Resonanzkasten. In der Regel ist sie ein Begleitinstrument, auch wenn sie in den letzten Jahren als Soloinstrument immer relevanter geworden ist. Vor allem bei Musikern wie Benito Cabrera, Domingo Rodriguez (El Colorao) oder dem bereits verstorbenen Jose Antonio Ramos.

Seit den 60er Jahren erleben Lieder, Tänze, Bräuche und Traditionen einen kontinuierlichen Anstieg der Popularität. Die Prozessionen und Romerias finden immer mehr Zulauf und die Maifeste in Santa Cruz, die Wallfahrt von San Benito oder von La Laguna und andere Traditionen finden immer mehr Gefallen. Gruppen wie Sabandeños haben sich über die Grenzen des Archipels hinaus einen Namen gemacht und lassen die kanarische Kultur in der ganzen Welt aufleben.

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