Haie auf den Kanarischen Inseln

Bisher wurden  auf den Kanarischen 50 Haiarten entdeckt, dennoch leben die meisten im Tiefen wie der Katzenhai, die Quelmhaie, der Dornhai und viele andere. An den Oberflächenwassern, weit vor der Küste, leben die Makos und Blauhaie, die nicht mit den Menschen interagieren. Dennoch gibt es auch einige Arten, die als gefährlich gelten, wie der Tigerhai und der Hammerhai. Allerdings sind Angriffe selten und es gibt nur Vorfälle, bei denen eine Provokation seitens des Menschen vorausging. Biologen haben keine eindeutige Erklärung für die Tatsache, dass Arten, die in anderen Gewässern gefährlich sind, keine Angriffe in den Kanarischen tätigen. Das Verhalten der Tiere ist zweifellos ein Wettbewerbsvorteil für die hiesigen Strände. Andererseits, ist das Auftreten des gefürchteten weißen Haies (Carcharodon carcharias), so wie in anderen gemässigten und subtropischen Meeren, außergewöhnlich selten auf den Kanarischen Inseln und die wenigen Sichtungen (drei) waren weit vor der Küste der östlichen Inseln. Es ist möglich, dass das Fehlen seiner bevorzugten Beute, Robben, mit seinem Ausbleiben zu tun hat.

An den Küsten werden sie gewöhnlich häufiger den Engelhai und den Dornhai sehen, vor allem in sandigen Gebieten. Hier finden sich hauptsächlich die Weibchen nachts ein und legen ihre Eier in den Sand. Es ist ein harmloses Tiere, aber sie wollen nicht gestört werden. Der Hai hat keine scharfen Zähnen, so dass sie einen Badenden nicht beißen können. Im Fall des Engelhais der scharfe Zähne hat, kann ein Biss vorkommen, wenn der Badende auf ihn tritt, dieser Biss hat jedoch keine gesundheitlichen Konsequenzen. Der Hammerhainähert sich manchmal der Küste, was jedoch zu keine weitere Besorgnis führen muss. Diese Arten gibt es heutzutage sehr wenig, denn die Überfischung der Meere hat ihre Spezies deutlich dezimiert. Nur in unbewohnten Gegenden wie Teno oder Anaga gibt es eine grössere Population.

Haie sind Raubtiere und stehen an der Spitze der Nahrungskette, so dass diese Populationen nicht sehr gross werden können, sie sich sehr langsam vermehren und eine lange Tragzeit haben. In einigen Fällen sind dies mehr als 20 Monate. Diese Aspekte machen den Hai sehr anfällig für das Aussterben, da Schleppnetzfischeri und Langleinenfischerei immer intensiver werden. Die Situation hat mittlerweile den Punkt erreicht, in dem sogar ein Fangverbot für bestimmte Arten besteht. Das führte zur Erholung des Bestands einiger Arten in den kanarischen Gewässern (Hammerhai, Fuchshaie und Kaiserfisch). Hier wird auf die Schleppnetzfischerei verzichtet, was nur an wenigen europäischen Küsten der Fall ist.

Heute weiss man, dass der Erhalt der Haipopulation ein Garant für das Ökosystem ist. Deshalb wird die Funktionen dieser Tiere im Organismus des marinen Lebens als wichtig betrachtet, auch wenn in vielen Filmen das Tier fälschlicherweise als gefährliches Monster dargestellt wird. Die Kanarischen Inseln können sich mit einer Artenvielfalt an Haien rühmen und trotzdem sichere Strände für Schwimmer und Taucher vorweisen. Mit den entsprechenden Maßnahmen können sie ein grosses Naturschauspiel liefern.

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